Mittwoch, 2. November 2016

Industriefutter > Übergewicht > Diätfutter > Diabetes > Krebs






Rundlich, aber mit prima Blutzuckerwerten,
weil artgerecht ernährt.      Foto: MP




Industriefutter macht Katzen krank. 

Ein typischer Fall: 

Katze, 11 Jahre alt, mit Industriedreck gefüttert, übergewichtig, verrottete Zähne, wird vom Tierarzt auf Diätfutter gesetzt. 

Katze nimmt nicht ab, obwohl Besitzerin Diätanweisung gewissenhaft befolgt. 

Ein Jahr später die Diagnose Diabetes.

Die Bauchspeicheldrüse kann nicht mehr. Klar, bei dem ständigen Beschuss mit Kohlenhydraten. 

Tierarzt verordnet Diabetesfutter (feucht und trocken). 

Der Diabetes ist schlecht unter Kontrolle. 

Besitzerin sucht Hilfe in über 20 verschiedenen Tierarztpraxen, ohne Erfolg. 

Alle empfehlen ein und dasselbe Diabetesfutter = teuren Müll. 


***

Besitzerin entdeckt Rohfütterung, stellt Katze um. 

Viel zu spät, um den Stoffwechsel wieder ins Gleis zu kriegen. 

Katze bekommt einen Tumor am Kiefer.

Alle Diabetes-Katzen, die wir kannten, erkrankten am Ende auch an Krebs. 

Katze stirbt. 

*** 

Soweit eine völlig alltägliche Krankengeschichte. 

Ungewöhnlich aber das Nachspiel.

Die Besitzerin, die in der Nähe von Brisbane (Queensland) lebt, lässt die Sache nicht auf sich beruhen. 

Sie reicht via Anwaltskanzlei eine Beschwerde beim Veterinary Surgeons Board of Queensland ein. 

Vet Surgeons Board: so etwas wie Tierärztekammer. 


***

Kern der Beschwerde: 

Tierärzte haben keine Ahnung von artgerechter Ernährung. 

Empfehlen ausschließlich Industriefutter. 

Verkaufen in ihren Praxen Industriefutter. 


Und die Veterinärhochschulen liegen mit der Futterindustrie im Bett


"Unsere Klientin findet es abstrus und nimmt Anstoß daran, dass Veterinäre und Tierfutterhersteller in einer symbiotischen Beziehung handeln, bei der Tierärzte das Futter empfehlen, das die Tiere krank macht, und wenn die Tiere dann in die Praxis kommen, wird wieder Futter verordnet, das die Tiere krank macht ..." (Übers. MP) 

Es sei an der Zeit, dass Veterinärmedizin und Regulierungsbehörde die Tierfutterhersteller gesetzlich zu Warnhinweisen auf ihren Produkten verpflichten



***

Die Geschichte verdanken wir der unermüdlichen Susan Thixton von truthaboutpetfood, vor der wir hiermit wieder einmal den Hut ziehen. 

Wie wird die Beschwerde ausgehen?

Natürlich wird sie abgewiesen werden. 

Tierärzte und Futterindustrie werden weiterhin Komplizen bleiben und fröhlich verdienen, in Australien genauso wie bei uns. 

PS: Angeblich wurde der Tierhalterin vom Board mitgeteilt, sie sei mitsamt ihren Tieren auf Lebenszeit aus den Tierarztpraxen Queenslands verbannt. Das kommt uns seltsam vor. Wollen die etwa Fahndungsplakate verteilen? Und würde verweigerte (Notfall-) Behandlung nicht gegen das Standesrecht verstoßen? 

©trockenfutter-katzen.blogspot.de/



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